Adrian Nehm

Audiovisualecstasy Original Trailer
(Original 40 minütiger Dokumentarfilm)

Audiovisualecstasy Trailer mit deutschem Voice-Over (Original 40 Min)

"Die Rolle der Visuellen Medien im Kontext der Clubcultur"

Regie
Adrian Nehm, Robin Lambrecht

Kamera
Robin Lambrecht

Schnitt
Adrian Nehm

Support by
Prof. Dr. Natascha Adamowsky
& Christoph Henseling

Kommentar:

Der Dokumentarfilm "Audiovisualecstatsy" entstand im Rahmen meiner Bachelorarbeit
und wurde im Februar 2014 fertiggestellt. Im März 2014 lief er auf dem Sound:frame Festival in Wien.

Im Film geht es um VisualistInnen (Projektionskünstler) die mit eigens dafür entwickeltem und vorbereitetem Material einen Raum gestalten oder bespielen. Dabei entstehe musiksynchrone Bildwelten, die meist im Umfeld von elektronischer Musik, im Rahmen einer Clubkultur anzutreffen sind. Durch neue Ansätze und Technologien, bieten sie die Möglichkeit die Grenzen zwischen Kunstwerk und Gesellschaft, Künstler und Publikum, Werk und Leben zu verwischen.

Visual Art stellt dabei nur eine Bezeichnung dar, die sich international unter den Künstlern durchgesetzt hat, welche aber keinerlei Verweis auf die Möglichkeiten der Kunstform beinhaltet, mehrere Sinnesebenen durch ein multimediales Gesamtkunstwerk anzusprechen.
Denn die Bereiche, welche diese Kunstform umfasst, reichen von simplen aber wirkungsvollen, musiksynchronen Live-Visuals über audiovisuelle Hypnose durch Analogprojektionen bis hin zu dreidimensionalen Architekturprojektionen, durch die real existierende Räume mithilfe von Projektionen scheinbar transformiert werden.

Unsere Faszination für das Phänomen dieser neuen multimedialen Kunstform hält schon seit einigen Jahren an. Vor allem das Gefühl, durch die Teilnahme an multimedialen Performances, eine zeitlich begrenzte Parallelwelt zu betreten hat dafür gesorgt, dass diese Faszination über diese Zeit gewachsen ist. Wir wollten wissen, wie es möglich ist, dass diese enorme Wirkung auf uns nur durch visuelle und akustische Sinneseindrücke zustande kommt, welche Methoden dahinter stecken und mit welchen Mitteln sie umgesetzt werden.
Darüber hinaus, gehen wir der Frage nach, in welcher Tradition sich die VisualistInnen bewegen, welche Kunstformen Ähnlichkeiten aufweisen oder ob es sich nur um eine technisierte Weiterentwicklung bekannter Kunstbewegungen aus der Vergangenheit handelt.
Fragen der Anpassung an unsere Zeit, die Wahrnehmungsgewohnheiten zeitgenössischer RezipientInnen und die Räumlichkeiten der Moderne stehen dabei für uns im Vordergrund.